Einbruchschutz zur Urlaubszeit

Die richtigen Maßnahmen für die Sicherheit des Hauses

Frankfurt am Main, den 29.07.2016

Allein 2015 passierte es über 167.000 mal in Deutschland: Einbrecher drangen in ein Haus oder eine Wohnung ein und verursachten dabei einen Gesamtschaden von rund 441 Millionen Euro. Gerade wenn Wohnungen in der Urlaubszeit über mehrere Wochen unbewohnt sind, ist die Gefahr groß. Rolf Bauer, Bezirksleiter der Bausparkasse Schwäbisch Hall im Hause der Volksbank Griesheim zeigt Möglichkeiten auf, wie die eigenen vier Wände einbruchsicher aufgerüstet werden können.

Ein Großteil der Haus- und Wohnungseinbrüche ist mit relativ einfachen Mitteln zu verhindern. Die Täter arbeiten nämlich unter hohem Zeitdruck. Um ungesicherte Fenster und Türen aufzubrechen, reichen den Eindringlingen meist einfache Werkzeuge wie Schraubenzieher oder Zange. Stoßen sie dagegen auf Widerstand, geben sie oft in kürzester Zeit auf. Laut Kripostatistik scheitern über 42 Prozent durch vorhandene Sicherungen. Einbruchschutz macht sich also bezahlt, denn Einbrecher meiden offensichtlich geschützte Häuser. Dabei gibt es ein paar Schwachpunkte, die Eigenheimbesitzer besonders beachten sollten.

Im Eingangsbereich schützt eine einbruchhemmende Haustür. Ältere Türen lassen sich mit einem „einbruchsicheren“ Schloss mit Sicherheits-Profilzylindern, Schutzbeschlägen und zusätzlicher Zylinderabdeckung nachrüsten. Dafür ist mit Kosten ab 250 Euro zu rechnen. Fenster gibt es ebenfalls mit Schlössern. Herkömmliche Modelle lassen sich mit verschließbaren Fenstergriffen und einer abschließbaren Fenstersicherung nachrüsten – diese gibt es bereits ab 10 Euro. Aber auch Pilzzapfenbeschläge, Bandsicherungen und Fensterstangenverriegelungen erhöhen die Sicherheit. Die Kosten pro Fenster betragen meist zwischen 200 bis 300 Euro. Rollläden sind ein zusätzlicher Schutz, sofern sie mit einem Sperrstift oder einem massiven Riegelbolzen gegen unbefugtes Hochschieben oder Herausziehen geschützt sind. Beides gibt es für unter 50 Euro.

Kellereingänge müssen genauso gesichert werden wie die Haustür. Hier bieten sich neben Scharnierseitensicherungen auch massivere Maßnahmen wie Querriegelschlösser an. Die Kosten variieren von 200 bis 500  Euro. Gitterrostsicherungen verhindern das Abheben der Roste von den Kellerschächten. Kosten: keine 30 Euro pro Schacht.

Terrassen- und Balkontüren erhalten mit einer Bandseitensicherung, einem Stangenschloss und einem abschließbaren Fenstergriff einen soliden Einbruchschutz. Das Einschlagen der Scheibe kann eine Einbruchschutzfolie verhindern. Übrigens: Eine Dreifach-Verglasung hilft doppelt – bei der Sicherheit und gleichzeitig bei der Dämmung. Die Kosten für alle Maßnahmen betragen circa 500 Euro.

Extra-Tipp von Rolf Bauer: „Für Maßnahmen zur Verbesserung des Einbruchsschutzes kann man die Förderungen der KfW nutzen. Pro Wohneinheit werden je nach Höhe der Investitionskosten mind. 200 Euro bis maximal 1.500 Euro bezuschusst. Der Mindestinvestitionsbetrag liegt bei 2.000 Euro.

Rolf Bauer, Bezirksleiter der Bausparkasse Schwäbisch Hall im Hause der Volksbank Griesheim, gibt Tipps, wie mit geringem finanziellen Aufwand ein effektiver Einbruchsschutz hergestellt werden kann.